MOD´s

Die Bewegung hatte Ende der 1950er Jahre ihren Ursprung unter britischen Jugendlichen der Arbeiterklasse (working class) und der unteren Mittelschicht (lower middle class). Man versuchte, die eigene Herkunft unwichtig werden zu lassen und durch Auftreten und Kleidung Jugend, Erfolg (und sozialen Aufstieg) und anspruchsvollen Stil miteinander verbindend darzustellen. Das äußerte sich im Tragen von maßgeschneiderten Anzügen und teurer Markenkleidung, woraus sich mit der Zeit ein eigener Kleidungsstil entwickelte. Einflüsse kamen zudem in stilistischer Hinsicht aus Italien und der dort bevorzugten Mode. Ebenso war ein italienischer Motorroller mit speziellen Umbauten für viele Mods ein essentieller Bestandteil der Identifikation und der Abgrenzung zu anderen Jugendbewegungen. Trinken, exzessives Tanzen, häufig in Verbindung mit Medikamentenmissbrauch und Drogenkonsum, Randale und groß angelegte Prügeleien vor allem mit den sogenannten Rockern waren die Freizeitbeschäftigungen der Jugendlichen, die tagsüber ihrer normalen Arbeit in der konservativen englischen Gesellschaft nachgingen. Prinzipiell galt der Leitspruch: „Der Schein bestimmt das Sein“.

Ein weiteres wichtiges Erkennungsmerkmal der Mods ist der Parka. Dieser wurde zuerst von den Motorroller fahrenden Mods benutzt, um deren teure Kleidung zu schützen. Später trugen auch Mods ohne Motorroller teilweise Parkas. In den 1960er Jahren noch eher schlicht, wurde der Parka bei der zweiten Mod-Welle Ende der 1970er Jahre gerne mit Aufnähern von Bands oder Veranstaltungen geschmückt.

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